Die Grünen in Freiberg am Neckar

Foto: Peter P. Hamm

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr

wünscht der OV Freiberg a. N. von Bündnis 90/Die Grünen

Freiberg soll Fairtrade-Stadt werden

Die Grünen haben den Antrag gestellt und der Gemeinderat hat beschlossen: Freiberg will Fairtrade-Town werden. Die Steuerungsgruppe hat sich konstituiert und plant die nächsten Schritte. Allgemeine Infos dazu unter https://www.fairtrade-towns.de

Haben Sie Fragen oder wollen Sie mitmachen? Mail an: fairtrade.freiberg.an@gmail.com

Pressemitteilung 

Sportstätten in Freiberg a. N.

Wie schon in der LKZ berichtet hat die Stadt Freiberg ein Sportstättenentwicklungskonzept für ganz Freiberg und nicht nur für das Sportgelände am Wasen in Auftrag gegeben. Natürlich wird der Wasen hierbei die absolute Hauptrolle spielen und das Rad wird nicht zurückgedreht werden. Dennoch wollen wir davor warnen, dezentrale Standorte zu schwächen und insbesondere das Lugaufsportgelände komplett aufzugeben. Bürger, Sportler, insbesondere Kinder und Schulen brauchen auch die räumliche Nähe. Die totale Zentralisierung des Freiberger Sports auf den Wasen halten wir aus Gründen der Verkehrsbelastung, der Stadtentwicklung und der Ortsteilpolitik für falsch. Wenn die Mehrheit der Vereinsmitglieder unbedingt komplett vom Lugauf zum Wasen wechseln möchte. werden wir das selbstverständlich akzeptieren und uns nicht dagegen stellen. Möglicherweise sind auch Kompromisse diskutabel. Allerdings kommt es auch darauf an, was das Ganze die Stadt kosten wird. Ohne Finanzierungskonzept, ohne wirklich weitgehendes Verkehrskonzept am Wasen und ohne Flächennutzungskonzept werden wir  keinen baulichen Schnellschüssen am Wasen zustimmen. Auch beim Thema Sportstättenentwicklung gilt: 
Rechtzeitig höchstmögliche Öffentlichkeit und Bürgerbeteiligung herstellen!

Wir sind für die Autobahnüberdeckelung !

Wir setzen uns dafür ein !
 

Die Freiberger Grünen begrüßen die Initiative von Bürgermeister Schaible zur Überdeckelung der Autobahn in Freiberg außerordentlich. In so gut wie keiner vergleichbaren Stadt mit der Größe von Freiberg fährt die Autobahn so mitten, so direkt, so nah durch die Stadt und belastet die Bürger so stark mit Lärm und Schadstoffen. Mit einer Autobahnüberdeckelung werden ungeahnte Chancen der Luftreinhaltung, des Lärmschutzes. der Stadtentwicklung, der Schaffung von bezahlbaren Wohnraum mit sehr guter Durchgrünung eröffnet. Die Untersuchung der Realisierungschancen und eine Machbarkeitsstudie ist deshalb absolut folgerichtig und logisch. „Das was Anderswo geht, muss auch in Freiberg gehen" Der Grüne Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen unterstützt die Autobahnüberdeckelung sehr engagiert und wird mit Bürgermeister Schaible beim Landesverkehrsministerium vorstellig. Hauptzuständig für die Bundesautobahn ist aber das CSU – geführte Bundesverkehrsministerium. Der CDU-Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium kommt aus Ludwigsburg. Zuständig ist auch die Behörde Regierungspräsidium Referat 44 – Straßenbau. Von dort erhält man bis dato leider keine wohlwollenden Botschaften. Obwohl für eine Autobahnüberdeckelung sehr viele gut begründeten Argumente sprechen und sie deshalb extrem sinnvoll ist, werden sich die Realisierungschancen aufgrund der exorbitant hohen Kosten extrem langwierig und äußerst schwierig gestalten. Da sollten alle politisch Verantwortlichen den Bürgern keine falschen Versprechungen machen und keinen Sand in die Augen streuen.

Erfolgreicher Antrag der Grünen im Gemeinderat

Mehr Blumenwiesen zur Freude der Bienen

Die Stadt Freiberg wird ihre öffentlichen Grünflächen weiter ökologisch bienen- und insektenfreundlich pflegen, verstärkt Wildblumenwiesen anlegen und Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen anregen. Dies beschloss der Technische Ausschuss des Gemeinderats am 08.03.2018 auf Antrag der Grünen. 

Siehe dazu auch LKZ vom 09.03.2018, S. 9 und unseren Artikel unten.

Neubürger mit grünen Luftballons, Wildblumensamen und Fairkaufidee begrüßt

Alljährlich begrüßen die Grünen zusammen mit der Stadt Freiberg, Vereinen und anderen wichtigen Akteuren aus Freiberg die neu zugezogenen Bürgerinnen und Bürger im "Prisma". Maßnahmen gegen das Bienen- und Insektensterben und der von den Grünen mit angeregte Ausbau Freibergs zur "Fairkauf-Stadt" waren uns dabei jetzt im März 2018 besonders wichtig. 

 

Video https://www.icloud.com/sharedalbum/#B0dGf693ZHHk1oI

 

 

Wohnungsbau in Freiberg a. N.

Diskussionsanregungen von Ralf Schmid

  • Mehr bezahlbarer Wohnraum mit gutem Plan und Konzept, Augenmaß, Verträglichkeit, Ökologie und Bürgermeinung.

  • Was und wie viel kann die Kommunalpolitik vor Ort für bezahlbaren Wohnraum leisten, was muss die große Politik, die Bundespolitik tun? (z.B. Soziale Wohnbauförderung, Wohngeld, Förderung der Wohnbau- gemeinnützigkeit, Sonderabschreibungen, Motivation von Nutzung der Leerstände...)?

  • Um wie viel (Baufläche/Personen/Verkehr) soll Freiberg wachsen? Wie bewerten wir die infrastrukturellen Folgekosten, die ökologischen Nachteile, die Flächenversieglung mit Folgen, das Verkehrswachstum? Wie ist das Verhältnis von Innenentwicklung und Außenentwicklung?

  • Um kommunalpolitische Entscheidungen hinsichtlich Wohnraum- und Stadtentwicklung besser treffen zu können, brauchen wir mehr Informationen. Deshalb ist eine konzeptionelle Gesamtschau mit Hilfe eines Fachbüros sinnvoll. So sollten bevor weitreichende wohnbaupolitischen Entscheidungen getroffen werden, die ökologischen Aspekte wie innerstädtische Grünflächen und Biotopschutz (innerstädtische Biotopkartierung), Stadtklima (Aufheizungsproblem) und Frischluftschneisen, Durchlüftung und Verkehrsbelastung geprüft werden. Aber auch soziale Aspekte, wie soziale Durchmischung (keine Ghettobildung) und der demographische Wandel müssen berücksichtigt werden.

  • Nichts desto trotz, muss bezahlbarer Wohnraum für finanzschwache Familien/Menschen geschaffen werden. Die Sanierung/Instandhaltung und maßvolle Erweiterung (auch in die Höhe) von Altbauten/Bestand hat Vorrang. Auch Maßnahmen gegen Zweckentfremdung und für freiwillige Leerstandsnutzung darf kein Tabu sein. Tauschbörsen von Wohnraum – freiwilliger Tausch beispielsweise von großem Altbauhaus gegen kleine seniorengerechte Wohnung gibt es schon in anderen Städten.

  • Auch bei Baugenehmigungen und öffentlichen Grundstücksverkäufen gilt die Sozialorientierung. Nichts desto trotz, müssen wir auch Neubauten möglich machen. Dabei müssen wir genau durchdenken, welcher Bauträger baut, für wen gebaut wird, wie gebaut wird - und vor allem - wo kann eine bauliche Entwicklung in Freiberg maßvoll und umgebungsangepasst ins Auge gefasst werden. Bevorzugt können soziale Wohnvereine, Wohnbaugenossenschaften, kommunale Wohnbaugesell- schaften bezahlbaren Wohnraum (Sozialen Wohnungsbau) schaffen.

  • Auch für Private Bauträger ist eine Sozialquote notwendig. Auch bei der Bauweise sind die Aspekte Ökologie/Klimaschutz und Seniorengerechtigkeit/Mehrgener- ationenwohnprojekte sowie serielle/modulare Baukonzepte notwendig. In der Außenentwicklung werden wir allenfalls Arrondierungen - und nur dort wo schon Straßen/Infrastruktur vorhanden sind, einer maßvollen baulichen Entwicklung zustimmen. Bei der Innenentwicklung ist eine maßvolle und umgebungsangepasste Urbanisierung/Nachverdichtung in einem gewissen Radius um das Stadtzentrum und den Bahnhofsbereich sinnvoll. Ansonsten brauchen wir ein ökologisches, biotopisches und stadtklimatisches Gutachten, wo Nachverdichtung noch für Mensch und Natur erträglich erscheint.   

Freiberg - Gärten Bienen- und Insektenfreundlich ausrichten

Im Moment überall in den Medien: Insektensterben, Bienensterben, Zerstörung der Artenvielfalt und Biodiversität. Die Gründe sind vielfältig und jeder kann was tun. Auch für private Gärten sind Bienen und Insekten gut.

Jedes Jahr werden mehrere hundert Tonnen Pestizide an private Verbraucher verkauft. Die Mittel sollen Blattläuse vernichten, Wildpflanzen kleinhalten und jegliches Grün auf dem Pflaster ausmerzen und oft werden die Gifte gegen vermeintlich störende Sechsbeiner oder Löwenzahn unsachgemäß oder unspezifisch ausgebracht. Als Kollateralschaden bleiben zahlreiche andere Insekten auf der Strecke. Natürlich kostet es mehr Mühe, das "Unkraut" mit der Hand zu jäten, oder Blattläuse mit Brennnesselsud zu bekämpfen. Dafür lockt der Garten mehr tierisches Leben an.

Ein weiterer Trend, der Insekten und vielen anderen Tieren in den Siedlungsräumen zunehmend zu schaffen macht, sind Gärten, in denen auf brauchbares Grün ganz verzichtet wird. Steine und Kies ersetzen Pflanzen und Garten. Exotische Ziergehölze bieten einheimischen Tieren weder Lebensraum noch Nahrung. Statt Kirschlorbeer ließe sich etwa Hainbuche pflanzen, für Bienen und andere Bestäuber die Kornelkirsche, der Glockenhasel oder bienenfreundliche Pflanzen. Fast jede Gärtnerei bietet heute bienenfreundliche Gewächse als Alternative an.

Wo früher mit dem Rechen die Blätter zusammengeharkt und in einer Ecke gelagert wurden, dröhnen heute Laubbläser und Laubsauger. Letzterer zerhäckselt das Falllaub gleich noch, bevor es in der Biotonne entsorgt wird. Insekten und Spinnen, die im Laub Schutz und Deckung suchen, sind die Leidtragenden. 

Zunehmend beliebt sind schließlich noch Fassadenbeleuchtungen – angestrahlt werden längst nicht mehr nur Kirchen oder Burgen, sondern ebenso Privathäuser. Eine Energieverschwendung, die nicht nur Astronomen wegen der Lichtverschmutzung und der Beeinträchtigung des Nachthimmels stört. Das Licht lockt zahlreiche Insekten an, die direkt in den Lampen verglühen oder diese so lange umkreisen, bis sie erschöpft sterbenmioone.de/bienenfreundliche-pflanzen.

Verbesserung und Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes

von Ralph Schmid

Die Aufwertung des Bahnhofsumfeldes soll den Standort Bahnhof und den ÖPNV insgesamt stärken, was auch einer ökologischen Verkehrspolitik und dem Klimaschutz/Reduzierung Feinstaub dient. Ziel ist es, mehr Leute zum S-Bahn fahren zu bewegen. 
Es geht grundsätzlich aber auch um eine attraktive Anbindung aller Wohnquartiere in Richtung Bahnhof und insbesondere einer besseren, höhenminimierenden Verbindung zwischen Bahnhof und Stadtzentrum und insgesamt einer besseren Nord-Süd Verbindung für Fuß- und Radverkehr. Das Bahnhofsareal soll sich zu einem modernen und innovativen Drehkreuz einer umweltgerechten Mobilität von Bus, ÖPNV, Fuß- und Radverkehr und E-Mobilität entwickeln. 
Es geht es um eine bürgerfreundliche, seniorengerechte, barrierefreie und kommunikative Aufwertung. Die Stärkung der Aufenthaltsqualität sowie die Akzentuierung eines optischen und praktischen Platzcharakters ist notwendig. 
Stichworte: Kommunikativ - belebend. - einladend - schön - zukunftsweisend - innovativ - W-lan - Ruhebänke - Kiosk - Anbindung Güterschuppen - Was ist mit der Bahnhofstoilette?- Wetterschutz – Taxistellplatz – Abfahrtsanzeigetafel - Randsteinabsenkungen - Wegweisung - Infotafel - Kaffee trinken. 
Momentane Situation Radstellplätze: zu wenig, zu eng, vollgestopft mit Roller, Hindernisparcour mit Randsteinen, Rabatten, Buswartende - besser Extra Rollerstellplätze, alle Radstellplätze barrierefrei und genügend breit - Ladestationen für Rad/Roller/Auto,- Bushaltestelle überdacht und attraktiv, seniorengerecht

Inklusion

Was bedeutet Inklusion?

Der Begriff Inklusion stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „einschließen“ oder „einbeziehen“. Soziologisch betrachtet, beschreibt die Inklusion ein Gesellschaftskonzept, in dem sich jeder Mensch unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Nationalität, Bildung und einer eventuellen Behinderung, zugehörig fühlen kann. In einer sogenannten inklusiven Gesellschaft wird niemand ausgegrenzt und Unterschiedlichkeit nicht bloß toleriert, sondern als selbstverständlich betrachtet. „Normal“ ist nur, dass  sind und eben auch unterschiedliche Bedürfnisse haben. In der UN-Behindertenrechtskonvention ist Inklusion als Menschenrecht festgeschrieben. Deutschland hat diese Vereinbarung 2006 zwar unterzeichnet, der Weg zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft ist jedoch noch lang.

Worin besteht der Unterschied zwischen Inklusion und Integration?

Während es bei der Integration viel um das ,Dazuholen’ geht, wird bei der Inklusion Vielfalt zum Normalfall und die Teilhabe aller selbstverständlich. Es geht nicht mehr darum, jemanden einzugliedern, wenn von Anfang an sowieso alle dabei sind. Das Grundverständnis ist nicht ,Pass dich an, dann gehörst du dazu’ sondern: Wir schaffen Bedingungen, damit alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können – unabhängig von Behinderung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Hautfarbe, Herkunft, Religion/Weltanschauung usw.

Inklusion in der Kommune

Das aller wichtigste ist, dass jeder einzelne Bürger sich dem Thema Inklusion öffnet und wenn nötig umdenkt. Ein Ziel der Inklusion ist es, dass alle Menschen Anspruch auf den gleichen Zugang zu Bildung haben müssen. Dazu zählt natürlich auch, dass Kinder mit einer Behinderung die gleichen Chancen haben sollten wie Kinder ohne eine Behinderung. Daher beginnt Inklusion nicht erst in der Schule, sondern bereits im Kindergarten. Genauso wichtig ist gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen beispielsweise in Vereinen Institutionen, Organistationen, Dienstleistungen, Beruf, Wirtschaftsleben, Mobilität, Politik und Kultur. Wir werden uns im Gemeinderat für alle Belange der kommualen Inklusion einsetzen. Wir müssen die Idee der Inklusion für Freiberg “herunterbrechen” und konkretisieren.