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Kandidat*innen für die Kommunalwahl 2024 gesucht!

Die Grünen in Freiberg am Neckar

  • setzen sich für aktiven Klimaschutz ein
  • unterstützen eine nachhaltige Stadtentwicklung
  • wollen eine Verbesserung der Infrastuktur für Füßgänger*innen und Radfahrer*innen
  • fordern mehr Bürgerbeteiligung in kommunalen Fragen - insbesondere auch für Jugendliche - 

Sie interessieren sich für Kommunalpolitik und können diese Forderungen mittragen. Dann können Sie aktiv werden, indem Sie ihr Interesse an einer Kandidatur auf der Liste von Bündnis90/Die Grünen bekunden. Dabei müssen Sie kein Mitglied der Partei sein. Außerdem besteht bei der Kommunalwahl 2024 das passive Wahlrecht bereits ab 16 Jahren.

Nehmen Sie unter kontakt@gruenefreiberg.de Kontakt zu uns auf und/oder füllen Sie dieses Formular aus.    

Der Ortsverbands von Bündnis90/Die Grünen ist äußerst besorgt über Mosquito-Geräte in Freiberg am Neckar

Im „ZDF Magazin Royale“ wurde am Freitag, 14. April, über den Einsatz von Mosquito-Geräten, die mit störenden Ultraschalltönen Jugendliche vertreiben sollen, in verschiedenen deutschen Kommunen berichtet. Dabei wurde auch Freiberg am Neckar genannt. Einige dieser Kommunen (z.B.: Kamp-Lintfort, Wesel, Reutlingen) haben inzwischen – zum Teil aufgrund der Anfrage durch das ZDF – diese Geräte stillgelegt.

Die Geräte senden einen modulierten Ton zwischen 16 und 18,5 kHz aus, der in der Regel von Personen über 25 Jahre nicht wahrgenommen werden kann, von Jugendlichen jedoch als sehr unangenehm empfunden wird.

Am Einsatz der Mosquito-Geräte gibt es verständlicherweise erhebliche Kritik, insbesondere wenn sie zur Beschallung öffentlicher Räume genutzt werden. Es gibt kaum Untersuchungen über gesundheitliche Langzeitschäden durch den Betrieb dieser Geräte. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin teilte in einem Gutachten mit, „dass eine gesundheitliche Schädigung des Hörvermögens nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann“. So seien Störungen des Gleichgewichtssinns, Schwindel und Kopfschmerzen möglich. Eine vom niedersächsischen Sozialministerium in Auftrag gegebene Studie warnt zudem vor möglichen Hörschädigungen, da der maximale Schalldruckpegel des Geräts deutlich über den Angaben des Herstellers liege. Einige Juristen sehen Anzeichen einer strafbaren Körperverletzung.

Inzwischen hat sich auch die Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) des Themas angenommen und am 5.5.2023 darüber berichtet. Die Stadt Freiberg teilt der LKZ mit, dass zwei dieser Geräte im Eingangsbereich der Kasteneckschule installiert seien, da es in diesem Bereich immer wieder zu nächtlichem Vandalismus gekommen sei. Die Geräte seien zwischen 20.30 Uhr und 5 Uhr in Betrieb.

Mit Hilfe eigener Recherchen und dem glücklichen Umstand, dass wir im Ortsverband auch Mitglieder unter 25 Jahren haben, konnten wir zumindest eines dieser Geräte lokalisieren.  Dieses Gerät befindet sich nur wenige Meter von dem öffentlichen Weg neben der Kasteneckschule entfernt. Die Stadt Freiberg selbst gibt den Wirkungskreis der Geräte mit maximal 25 Metern an. Da sich Schallwellen – im Unterschied zu Lichtstrahlen – in Form von konzentrischen Kreisen ausbreiten, kann man dieses Gerät von dem öffentlichen Weg aus zwar nicht sehen aber durchaus hören. Der Stadt Freiberg, welche die Geräte seit März 2021 betreibt,  war nach eigenen Angaben das Gutachten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zu diesen Geräten nicht bekannt. 

Besonders bedenklich erscheint uns die Tatsache, dass aufgrund der Beschallung eines   öffentlichen Wegs, sich der Einsatz der Geräte gegen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Allgemeinen richtet und nicht nur gegen solche, die aus durchaus nachvollziehbaren Gründen, ferngehalten werden sollen. Die angegeben Uhrzeiten implizieren, dass es durchaus möglich ist, dass gerade im Sommer selbst Eltern mit Kleinkindern an der betreffenden Stelle unterwegs sein können und selbige Eltern ihre Kinder nicht schützen können, da sie selbst die Töne ja nicht hören. Bei allem Verständnis darüber, dass Vandalismus ein großes Ärgernis darstellt, sehen wir hierin keinen guten Umgang einer Kommune mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Zumindest könnte man erwarten, dass an der betreffenden Stelle Warnhinweise angebracht werden. Dies wurde andernorts auch von der staatlichen Gewerbeaufsicht verfügt.

Statt Jugendliche nur vertreiben zu wollen, sollte man sich auch über Alternativen Gedanken machen. Notwendig wären nichtkommerzielle, offene (d.h. nicht an Vereine oder andere Organisationen gebundene), niederschwellige Angebote für Jugendliche in Freiberg, auch in Form von geeigneten Flächen und Räumlichkeiten.

Was den Betrieb der Mosquito-Geräte angeht, so bleiben für uns, auch nach dem LKZ-Artikel, noch einige Fragen offen:

  • Wurden kommunale Gremien (Gemeinderat, Technischer Ausschuss) bei der Inbetriebnahme der Geräte eingebunden bzw. informiert?
  • Wurden alternative Lösungen zur Abwehr von Vandalismus in diesem Bereich geprüft?
  • Gibt es unabhängige Gutachten über die Unschädlichkeit dieser Geräte oder hat man sich rein auf die Angaben des Herstellers verlassen? 
  • Ist das Landratsamt Ludwigsburg – Abteilung 20 „Bauen und Immissionsschutz“ – über den Betrieb dieser Geräte informiert?
  • Gibt es Untersuchungen oder Hinweise auf mögliche schädliche Einflüsse auf Tiere – auch Haustiere - in der Umgebung dieser Geräte (Hunde, Katzen, etc.)?

OV Freiberg und Tayfun Tok (MdL) beim Ausstiegsfest in Neckarwestheim

Der Ortsverband Freiberg am Neckar sowie unser Grüner Landtagsabgeordneter Tayfun Tok beteiligten sich am 15.4.2023 am Ausstiegsfest vor dem AKW in Neckarwestheim. An diesem Tag wurden die letzten drei AKWs - darunter auch Neckarwestheim II - in Deutschland abgeschaltet. Damit war ein über 40jähriger Kampf gegen eine nicht beherrschbare und unwirtschaftliche Energieform erfolgreich. Dies wurde an diesem Tag mit Reden und viel Musik vor dem AKW Neckarwestheim gefeiert.

Haushaltsrede der Offenen Grünen Liste vom 08.02.2023

Ich erlaube mir, mit einer Stellungnahme des Club of Rome zu beginnen, die neun Tage vor Kriegsbeginn in der Ukraine veröffentlicht wurde:

„Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten 100 Jahre erreicht.“
(Club of Rome, 15.02.2022)

Die Klimakrise, die Auswirkungen der Pandemie, sowie der Invasionskrieg in der Ukraine stellen unsre gesamte Gesellschaft vor ungeahnte Herausforderungen. Wir werden über kurz oder lang nicht umhinkommen, Wachstum und Wohlstand unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit neu zu deklinieren. Übliche Standards und Ansprüche - sowohl im Kommunalen als auch Privaten - müssen hinterfragt und womöglich auf einem anderen Niveau neu definiert werden. Abdingbare Leistungen der Stadt müssen gegebenenfalls zurückgefahren werden, es muss neu priorisiert werden, auch im Hinblick auf Notfall- und Katastrophenschutz.

Wie sieht unter diesen Umständen eine lebensfördernde Zukunft aus und wie können wir sie erreichen?

Das vergangene Jahr 2022 hatte den wärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Klimaschutz ist unsere dringlichste Aufgabe. Es reicht nicht, nur von Nachhaltigkeit und dem Klimawandel zu reden, Klimaschutz muss jetzt konsequent umgesetzt werden.

Seit 2015 liegt das integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Freiberg am Neckar vor. Was ist bislang davon umgesetzt, was muss noch bearbeitet werden, wo muss nachgebessert werden?

Wir brauchen einen weitergehenden, umfassenden Ausbau der Wärmenetze und den kompletten Ersatz fossiler Heizungen durch klimaneutrale Energien in allen Haushalten! Die Maßnahmen zur Senkung des Strombedarfs müssen generell verstärkt werden und nicht nur während der momentanen Krise. Auch beim Ausbau der Photovoltaik ist noch sehr viel Potential, sind noch viele mögliche Flächen vorhanden, aktuell belegen wir einen beschämenden 13. Platz im Landkreis! Photovoltaikanlagen an Südfassaden mit geringer Verschattung werden immer effektiver und dienen auch dem Gebäudeschutz.

Ein Faktor, der die CO2-Emission maßgeblich beeinflusst, ist der Verkehr. Besserer und günstigerer Nahverkehr entlastet nicht nur das Klima, sondern auch die städtische Infrastruktur! Wir brauchen klimafreundliche Mobilitätskonzepte, die auch der voranschreitenden Elektrifizierung der Fahrzeuge Rechnung tragen. Ein gut funktionierendes Ringbussystem, Carsharing-Angebote an attraktiven Standorten und sichere Wege für Zweiradfahrerinnen und Zweiradfahrer, für Fußgängerinnen und Fußgänger können einiges bewirken. Verkehrsplanung muss von den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zu Fuß, mit Fahrrädern, Lastenrädern, Rollern, Kinderwägen und Rollatoren usw. aus, gedacht werden, um die Sicherheit und somit auch die Akzeptanz zu erhöhen.

Deutschland erreichte wiederholt die Klimaziele nicht, wie müssen auch auf kommunaler Ebene effektiv etwas tun. Schon ewig wissen wir, dass man Bäume pflanzen muss, nicht nur hier und da, sondern ganz viele. Wir müssen - wo immer es möglich ist - Fassaden begrünen und dies gleich in allen Bebauungsplänen festschreiben – auch in Hinblick auf das neue Zentrum und die Grundschulen. Kann oder muss die neue OPS begrünt werden?

Noch heute werden in Deutschland durch Neubau von Gebäuden und Infrastruktur täglich 70 Hektar, das entspricht ca. 100 Fußballfeldern, versiegelt. Um unseren Planeten langfristig bewohnbar zu erhalten, ist Flächenschutz absolut notwendig. Nachverdichtung, Zweckentfremdungsverbot, Quartiersgaragen, es gibt noch viele Möglichkeiten, der aktuellen Wohnungsnot auch ohne weiteren Flächenfraß zu begegnen. Andere Städte können das! Darüber hinaus ist ernsthaft zu prüfen, welche Flächen entsiegelt, also der Natur zurückgegeben werden können. Noch immer sind 40% der CO2-Emissionen in Deutschland auf den Bausektor zurückzuführen, obwohl die Problematik um Beton schon sehr lange bekannt ist. Alternative Baumaterialien wie Holz, das CO2-neutral ist, sowie Lehm mit sehr guter CO2-Bilanz (85% weniger als Beton) müssen, wo immer es geht, eingesetzt werden! Viele Gebäude werden abgebrochen, obwohl sie modernisiert und energetisch saniert werden könnten. Der aktuelle Baukulturbericht der Bundesstiftung Baukultur hierzu:

„Die Zukunft des Bauens liegt in einer neuen Umbaukultur. Angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Energiekrise muss der Kreislauf von fortwährendem Abriss und Neubau unterbrochen werden. Auch eine Wertschätzung für die baukulturellen Leistungen vergangener Epochen, sowie das Bewusstsein für den identitätsstiftenden Charakter von bestehenden Bauwerken und gewachsenen Lebensräumen, sprechen für den Erhalt des Bestandes.“

Die meiste Energie fällt nicht beim Betrieb der Gebäude an, sondern beim Bau. In Bestandsgebäuden, die umgebaut werden, bleibt diese graue Energie erhalten, die beim Abbruch unwiederbringlich verloren geht. Diese Fakten sind bei allen weiteren Baumaßnahmen der Stadt zu bedenken, sei es bei der „Neuen Mitte“, den Grundschulen oder bei Sonstigem.

Zur Linderung künftiger Hitzeperioden sind innerstädtische Maßnahmen zum adaptiven und präventiven Klimaschutz nach den neusten Erkenntnissen kompromisslos umzusetzen!

Exemplarisch sollen nur einige Beispiele erwähnt werden, die auch schon länger auf unserem Forderungskatalog stehen:

Bäume müssen gepflanzt und Fassaden begrünt werden, auf umfassende Dachbegrünung muss gesetzt werden, selbst bei kleinsten Flächen.

Trinkbrunnen und Wasserläufe können zu Abkühlungen führen und Zisternenwassernutzung kann Spitzen und Niederstände der Regenereignisse lindern.

Ein Böllerverbot minimiert die Feinstaubemissionen.

Das Verbot schwarzer Dächer wirkt der Erwärmung der Städte entgegen.

Tempolimits - auch innerorts - sparen Energie und reduzieren den Lärm.

Bereiche des Neckars erlebbar zu machen, erhöht die Naherholungsqualität in Freiberg und reduziert den Verkehr ins Umland, ebenso wie wohnungsnahe Parks und Spielplätze.

Grüninseln und ökologische Pflegemaßnahmen erhalten und erhöhen die Biodiversität.

Diese und noch viele andere Bausteine tragen in ihrer Vielfalt zur Verbesserung des Klimas bei. Nicht alle Maßnahmen sind kostenneutral, aber Klimaschutz rechnet sich angesichts der zu erwartenden Schäden in spätestens 10 bis 15 Jahren.  Das Land BW hält für Klimaschutzkonzepte besonders kreativer Gemeinden Fördergelder bis zu 5 Mio. Euro bereit. Bürgerbeteiligung, wie sie im integrierten Klimaschutzkonzept für die Stadt Freiberg am Neckar vorgesehen ist, erhöht auch das bürgerschaftliche Engagement und kann die Kommune sowohl finanziell als auch in Bezug auf den notwendigen Arbeitsaufwand entlasten. Oft reicht eine geringe Anschubfinanzierung, um sinnvolle Projekte umzusetzen. Bürgergenossenschaften für Windkraft und Solarenergien, Patenschaften für Bäume und Grünflächen oder auch Flächen für urban gardening sind Ideen, die in anderen Kommunen erfolgreich umgesetzt werden. Das Difu (Deutsches Institut für Urbanistik) hat 2020 in einer Studie festgestellt, dass auch finanzschwache Kommunen über einen erheblichen Spielraum beim Klimaschutz verfügen und dieser nicht nur die kommunalen Finanzen entlasten kann, sondern sich auch positiv auf die Wertschöpfung vor Ort auswirkt. Dabei müssen manche Projekte „größer“ gedacht werden und interkommunale Lösungen gefunden werden.

Klimaschutz ist eine notwendige Investition in die Lebensgrundlage jetziger aber besonders auch zukünftiger Generationen und daher eine Menschheitsaufgabe. Begriffe wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit müssen positiv besetzt sein, um die Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg zu einer klimaneutralen Kommune mitzunehmen. „Global denken, lokal handeln“ ist dabei immer noch die beste Beschreibung für die notwendige Vorgehensweise. Gemeinsam müssen wir am Projekt Zukunftsfähigkeit unsrer Erde arbeiten, auch in Freiberg.

Veranstaltung des Ortsverbands von Bündnis90/Die Grünen in Freiberg a. N.

Benefizkonzert der Freiberger Grünen in der Kelter

Der Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen in Freiberg am Neckar beschloss das Jahr mit einem Benefizkonzert zugunsten des Stuttgarter Vereins S.O.S.-Ukraine am Samstag, den 12.10.2022, in der Freiberger Schlosskelter. Der auch aus der Berichterstattung des SWR bekannte Verein S.O.S.-Ukraine war mit mehreren Helfern selbst vor Ort und konnte so Spenden für ihre Ukrainehilfe einwerben. In seiner kurzen Ansprache bot sich dem Vorsitzenden Yevhenii Lesnyk auch die Möglichkeit, die Arbeit des Vereins, der seit Kriegsbeginn zweimal wöchentlich Hilfstransporte in die Ukraine organisiert, vorzustellen. Inzwischen konnten auf diesem Weg über 160 Tonnen Hilfsgüter in mehr als 30 ukrainische Dörfer und Städte transportiert werden. Yevhenii Lesnyk erhielt viel Applaus für seine sehr persönliche und nachdenkliche Ansprache.

Den musikalischen Rahmen des Abends steuerten die beiden Bands THC+A und Half Past Five bei. THC+A, mit dem Grünen Gemeinderat Harald Schönbrodt an der Gitarre eröffneten den Abend mit meist eigenen, rockig rhythmisch und authentischen Musikbeiträgen, die schnell für gute Stimmung bei den zahlreichen Besuchern in der Kelter sorgten.

Fortgesetzt wurde der Abend von der bekannten Freiberger Band Half Past Five, die ihr breites Repertoire an Klassikern der Rockgeschichte voll zum Einsatz brachten und die Stimmung entsprechend anheizten.

Wohl alle Besucherinnen und Besucher aber auch der Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen konnten zufrieden auf einen gelungenen Abend blicken. Die Grünen knüpfen damit an eine eigene Tradition von Kulturveranstaltungen – insbesondere in der Kelter – an, die diesmal durch den Charakter als Benefizveranstaltung nicht nur zufriedene Gäste hinterließ, sondern auch einen guten Zweck unterstützen konnte.

Benefizkonzert für S.O.S.-Ukraine e.V. (https://ukraine-sos.eu/) 

Presseerklärung des Ortsverbands

Freiberger Grüne irritiert über Positionspapier des Gemeindetags Baden-Württemberg

Mit Verwunderung haben die Freiberger Grünen auf den kommentarlosen Abdruck eines fünfseitigen Positionspapiers mit der Überschrift „Belastungsgrenze überschritten – Es darf kein „Weiter so“ geben!“  des Gemeindetags von Baden-Württemberg in den Freiberger Nachrichten reagiert. Natürlich leben wir in einer Zeit multipler, sehr ernsthafter Krisen, die auch eine Kommune vor enorme Herausforderungen stellt. Und natürlich läuft in solchen Zeiten auch nicht alles rund und glatt und manche Erwartungen und Ansprüche an kommunale Leistungen müssen einfach auch mal zurückstehen. Dabei haben die Grünen sehr hohen Respekt vor der Leistung aller, die – haupt- oder ehrenamtlich - mit großem Einsatz, die Leistungsfähigkeit einer Kommune – auch in Freiberg – aufrechterhalten und wir wünschen uns, dass auch die Bürgerinnen und Bürger dieses Engagement sehen und respektieren.

Aber Sätze wie „…, die Gesamtheit der staatlichen Leistungsversprechen ist nicht mehr erfüllbar.“ bauen ein unkonkretes, düsteres Verlustszenario auf, das die Bürgerinnen und Bürger durch seine mangelnde Konkretisierung ratlos und verunsichert zurücklässt. Dies ist gerade in diesen Zeiten, in denen an den politischen Rändern, das Vertrauen in staatliche Strukturen nicht mehr gegeben ist, überhaupt nicht hilfreich. Was wir brauchen ist eine Politik des Vertrauens und der Zuversicht in die Leistungsfähigkeit einer Zivilgesellschaft, die die Bürgerinnen und Bürger bei konkreten Fragen und Lösungsansätzen im offenen und sachlichen Dialog mitnimmt.   

Bericht von der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands von Bündnis90 / Die Grünen

Bild v.l.n.r: Volker Störzinger (1. Vorsitzender), Winfried Stein (Kassenwart), Rudolf Block (Kassenprüfer), Tine Bärthel (2. Vorsitzende)

Die gutbesuchte Jahreshauptversammlung verlief in entspannter und harmonischer Atmosphäre. In seinem Bericht zog der 1. Vorsitzende Volker Störzinger dann auch eine positive Bilanz des zurückliegenden Jahres. Nachdem 2021 zwei Wahlkämpfe unter Corona-Bedingen zu führen waren, hätte man 2022 wieder zum kommunalpolitischen Alltag zurückkehren können. Allerdings wurde auch dieser von dem fürchterlichen Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen Folgen sowie der voranschreitenden Klimakrise überschattet. So war auch 2022 kein „normales“ Jahr, wenn auch kommunalpolitische Themen wieder stärker in den Fokus rückten. In den monatlichen Sitzungen beschäftige sich der Ortsverband mit Fragen der Stadtentwicklung, des kommunalen Klimaschutzes, des Fahrradverkehrs und der Grundschulentwicklung. Aber auch aktuelle Themen wie die Personalsituation in Kitas und Kindergärten sowie die drohende Energiekrise und ihre soziale Auswirkung waren Thema. Volker Störzinger lobte die enge Vernetzung und Abstimmung mit der Gemeinderatsfraktion OGL. Um dies auch nach außen zu untermauern, wurde fast einstimmig der Beschluss gefasst, bei der nächsten Kommunalwahl 2024 nicht mehr als „Offene Grüne Liste“, sondern unter dem Parteinamen „Bündnis90/Die Grünen“ anzutreten.

Volker Störzinger konnte auch über eine erfreuliche Tendenz bei der Mitgliederzahl berichten, so dass wir nach zahlreichen Neueintritten einen neuerlichen Höchststand erreicht haben. Angesprochen wurde auch, dass nach einer Auffrischung die Homepage der Partei wieder aktuell ist und einen guten Überblick über die Aktivitäten gibt. 

Sehr positiv bewertete Volker Störzinger auch die fruchtbare Zusammenarbeit mit unserem Landtagsabgeordneten Tayfun Tok, der bei den verschiedensten Terminen in Freiberg vor Ort präsent war und nun auch mit einem eigenen Wahlkreisbüro in Marbach im Wahlkreis vertreten ist. Die Veranstaltungsreihe in zahlreichen Orten des Wahlkreises mit prominenten Politikerinnen und Politikern der Landes- und Bundespolitik war ein organisatorischer Kraftakt, der auch in Freiberg mit der Veranstaltung zum Thema „Nachhaltiges Bauen“ mit Staatssekretär Chris Kühn zu Buche schlug. 

Winfried Stein als Kassierer legte anschließend den Kassenbericht vor. Rudolf Block als Kassenprüfer bescheinigte ihm eine sorgfältige und anstandslose Führung der Bücher.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands fanden Wahlen statt, bei denen Volker Störzinger als 1. Vorsitzender, Winfried Stein als Kassierer und Rudolf Block als Kassenprüfer bestätigt wurden. Neu im Vorstand ist Tine Bärthel als 2. Vorsitzende. Durch die Wahl von Tine wird der Vorstand „weiblicher“ und „jünger“, was allendhalben begrüßt wurde. Volker Störzinger dankte dem ausscheidenden Vorstandsmitglied Harald Schönbrodt für seine Arbeit.  

In Hinblick auf das Jahr 2023 soll natürlich die kommunalpolitische Arbeit fortgesetzt werden, ohne dabei landes- und allgemeinpolitische Aspekte zu vernachlässigen. Ein Schwerpunkt wird allerdings auch auf der Vorbereitung der Kommunalwahl 2024 liegen, bei der natürlich auch weiterhin Nichtmitglieder für die Grünen in Freiberg kandidieren können und sollen.  

Veranstaltung mit dem Staatssekretär im Bundesumweltministerium Chris Kühn

„Wie gelingt nachhaltiges Bauen?“ war der Titel einer Veranstaltung zu der unser Grüner Landtagsabgeordneter Tayfun Tok am 4.10.2022 um 19.00 Uhr ins Prisma Freiberg einlud. Zu dem Thema hatte sich Tok gleich drei hochkompetente Referent*innen eingeladen.  Mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium Chris Kühn MdB war ein echter Politikprofi, der sich seit vielen Jahren mit dem Baurecht und innovativen Ansätzen beim Bauen beschäftigt, angereist. Komplettiert wurde die Runde durch Carmen Mundorff und Sophie Luz von der Architektenkammer Baden-Württemberg. Das Thema ist neben der hohen allgemeinen Bedeutung natürlich gerade in Freiberg hinsichtlich der geplanten Erneuerung des Stadtzentrums interessant.

In dem kurzweiligen Gespräch in das dann im zweiten Teil auch Fragen des Publikums einbezogen wurden, konnten viele Aspekte der Nachhaltigkeit im Bausektor thematisiert werden. Einig war man sich darin, dass die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit beim Bauen noch in den Anfängen steckt und hier eine echte Wende notwendig ist. Dabei geht es zwar in erster Linie um Klimaschutz, immerhin ist der Bausektor weltweit für 40% des ausgestoßenen CO2 verantwortlich, aber Nachhaltigkeit muss auch immer in Verbindung mit Ökonomie und sozialen Aspekten betrachtet werden. Dies fängt schon bereits bei der Frage des Bauträgers an. Nichtgewinnorientierte genossenschaftliche Projekte liefern hier viele innovative Beispiele. Ein wichtiger Aspekt ist natürlich auch die Frage des Materials. Der hohe Anteil von Beton im Baubereich ist ein echter Klimakiller und muss im Rahmen der gesteckten Klimaziele drastisch reduziert werden.  Auch wenn dies nicht von heute auf morgen geschehen kann, so hat man auch überhaupt keine Zeit mehr, da dieses Jahrzehnt mitentscheidend bei der Bekämpfung des Klimawandels sein wird.

Natürlich ist es auch wichtig, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von der Errichtung bis zum Bestand und zur Wiederverwendung der Materialien im Blick zu haben. Dabei ist der geringe Grad an Digitalisierung im Baubereich ein erheblicher Hemmschuh, da Sanierung, Um- oder auch Neubau mit vorhandenen Materialien eine lückenlose Dokumentation des Gebäudes voraussetzen.

Jedes Bauprojekt muss aber auch in ein städtebauliches Gesamtkonzept eingebunden sein.  Geht man von der Nutzungsdauer eines Gebäudes von mehreren Jahrzehnten aus, so müssen jetzt schon die zu erwarteten klimatischen Verhältnisse in 30 oder 40 Jahren Grundlage der Überlegungen sein. Dazu benötigt man innovative Konzepte in Bezug auf Energiemanagement, Wassermanagement und Mobilität. Eine dekarbonisierte Energieversorgung, der Zugang zu Wasser auch in öffentlichen Flächen, Verschattungen und Begrünungen und ein Mobilitätskonzept, das Fußgänger, Fahrradfahrer und ein attraktives ÖPNV-Konzept ergänzt durch Carsharing im Blick hat, sind hier wesentliche Aspekte, die langfristig auch viele Kosten einsparen können. So kann ein überzeugendes Mobilitätskonzept dazu führen, dass man sich eine teure Tiefgarage sparen kann.

In Bezug auf eine innovative Stadtentwicklung, so waren sich die Referent*innen einig, ist nicht nur die Politik gefragt, sondern die Gesellschaft muss auch akzeptieren, dass mehr Nähe bei vielleicht geringerem Wohnraum kompensiert durch Begegnungsflächen, Nahversorgung, Gemeinschafträumen, etc. einen deutlichen sozialen Gewinn darstellt.

Die Veranstaltung lieferte viele spannende Anregungen und der Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen freut sich, dass der Abend auf viel Interesse stieß und wir nach langer Zeit wieder einmal kompetente Referent*innen in einer Präsenzveranstaltung begrüßen konnten.

 

Presseerklärung von Tayfun Tok zu der Veranstaltung

Grüne Veranstaltungsreihe im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen

Veranstaltungsreihe von Tayfun Tok (MdL) mit kompetenten, fachkundigen Referent*innen zu kommunal relevanten Themen: 

Zukunftsfähige Innenstädte
06. Juli,  Marbach a.N. Burgplatz, 19.00 Uhr

Energiewende - Chance für den Wirtschaftsstandort
20. Juli,  Besigheim

Wie gelingt nachhaltiges Bauen? 

4. Oktober 2022, Freiberg a. N., 19.00 Uhr im Prisma (Foyer) mit Bundesstaatssekretär Christian Kühn

Kommunaler Klimaschutz

21. Oktober,  Bottwartal

Energiewende vor Ort
27. Oktober, Erdmannhausen

Ökologische Transformation der Wirtschaft
23. November,  Bietigheim-Bissingen

1,3 Millionen Euro Landeszuschuss für die Städtebauförderung in Freiberg a. N.

In einer gemeinsamen Presseerklärung mit seinem Kollegen Tobias Vogt (CDU) weist Tayfun Tok (Grüne) darauf hin, dass 5,9 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm des Landes in den Wahlkreis Bietigheim-Bissingen fließen. Den größten Anteil daran erhält Freiberg am Neckar mit 1,3 Millionen.

„Wir brauchen Flächen für dringend benötigten Wohnraum und müssen mit den Folgen des Klimawandels umgehen. Gerade in den schwierigen Zeiten, wie wir sie jetzt haben, ist die Städtebauförderung mit ihrem hohen Fördervolumen eine wertvolle Unterstützung. Jeder Euro löst außerdem zusätzliche Investitionen aus, die unseren lokalen Betrieben zugutekommen“, erklären die beiden Abgeordneten.  

Tayfun Tok (MdL) informiert sich über Naturschutzprojekt in Benningen und Freiberg a. N.

Zwischen Freiberg a. N. und Benningen im Landkreis Ludwigsburg verläuft eine historische  Römerstraße, die heutige Kreisstraße K 1672. Diese Straße war seit Jahrhunderten von einer Obstbaumallee, hauptsächlich Mostobstbäume bewährter Sorten, gesäumt. Ein Teil der Bäume konnte bis heute erhalten werden – viele sind aber abgängig und mussten ersetzt werden. Der Umweltverband Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine Studie erarbeitet, welche Wege aufzeigt, wie die Allee wieder hergestellt und restauriert werden könnte. Der Grüne Landtagsabgeordnete Tayfun Tok hatte den Alleenbeauftragten des BUND, Conrad Fink gebeten, ihm und Mitgliedern des Ortsverbands Freiberg a. N. von Bündnis 90/Die Grünen die Studie vor Ort vorzustellen. Diesem Wunsch kam der BUND gerne nach und man traf sich Mitte April an der Allee, wo gerade eine Baumschule im Auftrag der Gemeinde Benningen dabei war, Obstbäume nachzupflanzen.

Herr Fink verwies in seinem Vortrag darauf, dass mit dem Projekt mehrere Ziele verfolgt werden sollen. So geht es bei der Neupflanzung von Bäumen und der Anlage von Grünflächen in erster Linie um das Thema Klimaschutz. Ein zweites wichtiges Ziel ist die Förderung der Wirtschaft und des Tourismus. Die Allee mit ihrem geschichtlichen Hintergrund könnte zu einer Attraktion für in- und ausländische Besucher werden. Das Projekt ist auch ein Beitrag zur Sicherung von Genreserven wie den alten Obstsorten oder Blühstreifen entlang von Verkehrswegen. Auch sprach Conrad Fink die wichtige Funktion des Straßenbegleitenden Grüns für den Biotopverbund an.

Sowohl die Gemeinde Benningen und der Lions Club Bottwartal engagieren sich bereits tatkräftig in dem Projekt. Die Freiberger Grünen würden sich wünschen, dass das Projekt auch auf ihrer Gemarkung realisiert wird. Dies auch insbesondere mit Blick auf die geplante Landesgartenschau in Benningen und Marbach. Tayfun Tok und die anwesenden Grünen Kommunalpolitiker*innen versprachen, sich für die Realisierung des Projektes einzusetzen und dankten Conrad Fink für die interessanten Informationen.

Die ausführliche und sehr interessante Studie des BUND findet man hier.

Grüner Landtagsabgeordneter Tayfun Tok besucht das wiederaufgebaute Haus Bilfingerstraße 29

Im November 2019 war das Fachwerkhaus in der Bilfingerstraße 29 fast vollständig abgebrannt. Seitdem arbeiten die Besitzer und ehemaligen sowie zukünftigen Bewohner des Hauses Elvira Kuhnle-Chmielnicki und Rudolf Block mit Hochdruck an dem Projekt Wiederaufbau. Dabei stand für beide bei allen Überlegungen der Gedanke der Nachhaltigkeit im Vordergrund. So entschied man sich den Neubau in Holzbauweise zu erstellen. Häuser aus Holz verlängern den Kohlenstoffspeicher des Waldes.  Jeder Kubikmeter verbautes Holz bindet langfristig ca. 1 Tonne CO2. Dazu kommt, dass Holz andere Baustoffe wie Beton, Stahl oder Ziegel ersetzt. Diese sind im Gegensatz zu Holz in der Herstellung sehr CO2-intensiv. Holzbauweise stellt damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar.

Auch bei der Auswahl der weiteren Materialien wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. Insbesondere eine Dämmung mit Holzfasern stellt einen weiteren Pluspunkt in Richtung Nachhaltigkeit dar. Genauso wie das Energiekonzept des Hauses. Die ursprüngliche Geothermieanlage des Hauses kann weiter genutzt werden und wird durch eine neue Photovoltaikanlage auf dem Dach unterstützt sowie durch die zusätzliche Dämmung des Hauses und eine für diese Komponenten sinnvolle Fußbodenheizung auch wesentlich effektiver.

Tafun Tok ließ sich bei seinem Besuch von Elvira Kuhnle-Chmielnicki und Rudolf Block das Energie- und Baukonzept erklären und bescheinigte den beiden einen wesentlichen Beitrag für das Bauen der Zukunft geleistet zu haben, den man unbedingt weiter fördern muss.  Der 1. Vorsitzende des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Störzinger, bedankte sich bei Tayfun Tok für seinen Besuch in Freiberg und hofft, dass dieses Leuchtturmprojekt auch Impulse für seine Arbeit im Landtag liefern kann. (Bild: Peter Hamm) 

Verkehrsschau in Freiberg mit der Staatssekretärin für Verkehr Elke Zimmer (Grüne) und unserem Landtagsabgeordneten Tayfun Tok (Grüne)

Die Staatssekretärin im Verkehrsministerium von Baden-Württemberg, Elke Zimmer MdL (GRÜNE) war zu Gast in Freiberg am Neckar. Dabei folgte sie der Einladung von Stadtverwaltung und dem GRÜNEN-Landtagsabgeordneten Tayfun Tok. Beim Rundgang sollten einige besonders neuralgische Punkte des Neckartalradwegs im Fokus stehen.

Lesen Sie dazu die Presseerklärung von Tayfun Tok.

Jahreshauptversammlung 2021

Bericht von der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands von Bündnis90 / Die Grünen

Die Jahreshauptversammlung konnte in entspannter und harmonischer Atmosphäre glücklicherweise in Präsenz stattfinden. In seinem Bericht blickte der 1. Vorsitzende Volker Störzinger dann auch auf ein zwar schwieriges aber doch auch weitgehend erfolgreiches Jahr zurück.  So waren unter erschwerten Coronabedingungen gleich zwei Wahlkämpfe zu bestreiten und Volker Störzinger lobte hierbei den engagierten Einsatz der Mitglieder und Unterstützer*innen. Dass bei  der Landtagswahl das Direktmandat im Wahlkreis verteidigt werden konnte, ist ein Erfolg, über den sich der Ortsverband zusammen mit dem neuen Landtagsabgeordneten Tayfun Tok freuen kann.

Zahlreiche kommunalpolitische Themen standen im zurückliegenden Jahr bei den Sitzungen des Ortsverbands auf der Agenda, so z. B. Fragen der Stadtentwicklung, kommunaler Klimaschutz, Fahrradverkehr und Grundschulentwicklung. Volker Störzinger lobte die enge Vernetzung und Abstimmung mit der Gemeinderatsfraktion OGL. Auch unser neuer Landtagsabgeordneter Tayfun Tok sucht intensiv den Kontakt zum Ortverband, wovon wir uns zukünftig auch einen verstärkten Input in Richtung Transparenz von landespolitischen Initiativen und ihrer kommunalen Umsetzung erwarten.   

Volker Störzinger konnte auch über eine erfreuliche Tendenz bei der Mitgliederzahl berichten, so dass wir nach zahlreichen Neueintritten – und einigen Austritten – nun einen neuerlichen Höchststand erreicht haben.

Winfried Stein als Kassierer legte anschließend den Kassenbericht vor. Rudolf Block als Kassenprüfer bescheinigte ihm eine sorgfältige und anstandslose Führung der Bücher.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands fanden Wahlen statt, bei denen Volker Störzinger als 1. Vorsitzender, Winfried Stein als Kassierer und Rudolf Block als Kassenprüfer bestätigt wurden. Neu im Vorstand ist Harald Schönbrodt als 2. Vorsitzender.

In Hinblick auf das Jahr 2022 soll natürlich die kommunalpolitische Arbeit fortgesetzt werden, ohne dabei landes- und allgemeinpolitische Aspekte zu vernachlässigen. Dabei gab man auch der Hoffnung Ausdruck, dass in mittelbarer Zukunft auch wieder unter erleichterten Bedingungen größere Veranstaltungen und Aktionen möglich sein werden.  Auch die vom Ortsverband ins Leben gerufenen Arbeitskreise Mobilität, Klimaschutz und Jugendpolitik, die allen interessierten Bürger*innen offenstehen, aber coronabedingt wenig im Blick waren, sollen reaktiviert werden.

 

Bild: v.l.n.r.: Volker Störzinger (1. Vorsitzender), Harald Schönbrodt (2. Vorsitzender), Winfried Stein (Kassierer)   

Freiberg soll Fairtrade-Stadt werden

Die Grünen haben den Antrag gestellt und der Gemeinderat hat beschlossen: Freiberg will Fairtrade-Town werden. Die Steuerungsgruppe hat sich konstituiert und plant die nächsten Schritte. Allgemeine Infos dazu unter https://www.fairtrade-towns.de

Haben Sie Fragen oder wollen Sie mitmachen? Mail an: fairtrade.freiberg.an@gmail.com

Pressemitteilung 

Freiberg - Gärten Bienen- und Insektenfreundlich ausrichten

Im Moment überall in den Medien: Insektensterben, Bienensterben, Zerstörung der Artenvielfalt und Biodiversität. Die Gründe sind vielfältig und jeder kann was tun. Auch für private Gärten sind Bienen und Insekten gut.

Jedes Jahr werden mehrere hundert Tonnen Pestizide an private Verbraucher verkauft. Die Mittel sollen Blattläuse vernichten, Wildpflanzen kleinhalten und jegliches Grün auf dem Pflaster ausmerzen und oft werden die Gifte gegen vermeintlich störende Sechsbeiner oder Löwenzahn unsachgemäß oder unspezifisch ausgebracht. Als Kollateralschaden bleiben zahlreiche andere Insekten auf der Strecke. Natürlich kostet es mehr Mühe, das "Unkraut" mit der Hand zu jäten, oder Blattläuse mit Brennnesselsud zu bekämpfen. Dafür lockt der Garten mehr tierisches Leben an.

Ein weiterer Trend, der Insekten und vielen anderen Tieren in den Siedlungsräumen zunehmend zu schaffen macht, sind Gärten, in denen auf brauchbares Grün ganz verzichtet wird. Steine und Kies ersetzen Pflanzen und Garten. Exotische Ziergehölze bieten einheimischen Tieren weder Lebensraum noch Nahrung. Statt Kirschlorbeer ließe sich etwa Hainbuche pflanzen, für Bienen und andere Bestäuber die Kornelkirsche, der Glockenhasel oder bienenfreundliche Pflanzen. Fast jede Gärtnerei bietet heute bienenfreundliche Gewächse als Alternative an.

Wo früher mit dem Rechen die Blätter zusammengeharkt und in einer Ecke gelagert wurden, dröhnen heute Laubbläser und Laubsauger. Letzterer zerhäckselt das Falllaub gleich noch, bevor es in der Biotonne entsorgt wird. Insekten und Spinnen, die im Laub Schutz und Deckung suchen, sind die Leidtragenden. 

Zunehmend beliebt sind schließlich noch Fassadenbeleuchtungen – angestrahlt werden längst nicht mehr nur Kirchen oder Burgen, sondern ebenso Privathäuser. Eine Energieverschwendung, die nicht nur Astronomen wegen der Lichtverschmutzung und der Beeinträchtigung des Nachthimmels stört. Das Licht lockt zahlreiche Insekten an, die direkt in den Lampen verglühen oder diese so lange umkreisen, bis sie erschöpft sterbenmioone.de/bienenfreundliche-pflanzen.

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zum Ortsverband und zur Gemeinderatsfraktion:

Nächste Ortsverbandssitzung

Nächste Sitzung des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen: Donnerstag, 15.06.2023, um 19.00 Uhr in der Stadiongaststätte zum Kosta, Talstraße 17.

KOALITIONSVERTRAG ZWISCHEN SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN UND FDP

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