Der Eisbär meint:

Freiberger FDP für Klimaschutz – nur die Argumente sind falsch und das hilft keinem!

Im Kommunalwahlprogramm der FDP von Baden-Württemberg findet man den Punkt „Umwelt und Energie“ auf Seite 10 gleich nach dem Punkt „Friedhofswesen“. Diese stiefmütterliche Behandlung des Themas ist eigentlich unangebracht, denn die Partei hat mit den Freiberger Gemeinderäten Carmen Dötterer und Dr. Thomas Baum zwei ausgemachte Klimaexperten aufzuweisen, wie man in den Freiberger Nachrichten vom 10. Januar 2019 lesen konnte. „CO2-Bilanz spricht für Autobahnüberdeckelung“ war da zu lesen. Wie durch einen Autobahndeckel auch nur ein Gramm CO2 eingespart werden soll, sagen die beiden nicht, und auch der keineswegs unerhebliche zusätzliche CO2-Ausstoß  durch diese Baumaßnahme selbst (graue Energie) sowie deren Betrieb (z.B.: Beleuchtung, Ventilatoren, etc.) wurde unterschlagen.  Dabei entfaltet das – zumindest in üblicher Konzentration – ungiftige  COseine klimaschädliche Wirkung in der Erdatmosphäre, so dass der Ort der Emission überhaupt keine Rolle spielt. Bei der ganzen Diskussion um Lärm, Feinstaub, NOx und COkann man ja durchaus einmal durcheinander kommen.

Aber auch sonst ist die Logik der beiden virtuos. Statt Mobilitätswende wird die Autoregion Stuttgart beschworen, deren Erhalt uns erst wirtschaftlich in die Lage versetzt, genügend Steuergelder für „Umwelt und Naturschutz“ zur Verfügung zu haben.

 

Wie schön: Autofahren als  Klimaschutz!
Autobahn überdeckeln um CO2 einzusparen!

Tatsächlich gibt es bezüglich Lärm, Luftqualität und städtischer Infrastruktur durchaus gute Gründe, die für eine Autobahnüberdeckelung sprechen. Und daber auch viele grüne Befürworter für dieses Projekt. 

Auf das Argument oben aber.... können wir verzichten.