Haushaltsrede 2020

"Die fetten Jahre sind vorbei, dennoch sind wir keine arme Stadt. Wir müssen uns nur genauer überlegen, wofür wir unser Geld ausgeben sollen und wollen..."

Lesen Sie hier die Haushaltsrede, die die Fraktionsvorsitzende der Offenen Grünen Liste, Elvira Kuhnle-Chmielnicki, in der Gemeinderatssitzung am 03. März 2020 gehalten hat.  >>>

Land macht Weg für Tempolimit von 100 in Freiberg/Neckar frei

 

Verkehrsministerium reagiert auf einen Vorstoß unseres Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen.

 

Nach zähen Verhandlungen zeichnet sich nun doch ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf einem Teilstück der A 81 bei Freiberg/Neckar ab. „Das wäre ein großer Erfolg zum Schutz der lärmgeplagten Bürger*innen. Zudem kann die Verkehrssicherheit erhöht werden”, freut sich der Grünen-Landtagsabgeordnete, der sich zuletzt immer wieder für eine Geschwindigkeitsbegrenzung stark gemacht hatte. Zudem hat der Verwaltungsgerichtshof in einem Grundsatzurteil die Belange von lärmgeplagten Bürger*innen gestärkt. Darin wurde das Land verpflichtet, auch dann Gegenmaßnahmen der Kommunen zu genehmigen, wenn die geltenden Lärmrichtwerte unterschritten werden.

Das Verkehrsministerium in Stuttgart hat dieser Maßnahme nun im Grundsatz zugestimmt. Das Ministerium fordert allerdings, dass die Maßnahme in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium in Stuttgart verbindlich in den Lärmaktionsplan der Stadt aufgenommen wird. „Der Ball liegt nun bei der Stadt Freiberg”, sagt Renkonen.

Nach Ansicht des Grünen-Verkehrspolitikers sind weitere Maßnahmen zur Lärmsenkung unerlässlich, nachdem der Bund bislang keinerlei Zusagen für den Bau einer Lärmschutzwand entlang der Neckarbrücke in Aussicht gestellt hat. Renkonen erinnert daran, dass die A 81 die Freiberger Ortsteile Heutingsheim und Beihingen wie eine Stadtautobahn zerschneidet. In Spitzenzeiten verkehren über 135.000 Fahrzeuge auf der Autobahn. Ein streckenbezogenes Tempolimit könnte die Lärmbelastung der Bevölkerung durchschnittlich um mindestens ein Dezibel senken. Zusammen mit dem lärmoptimierten Flüsterasphalt, der vor mehreren Jahren für rund 7 Millionen Euro auf die A 81 aufgebracht worden ist, wird die Lärmbelastung um rund 5 Dezibel am Tag gesenkt.

 

Um das Tempolimit umzusetzen, kann die Stadt Freiberg/Neckar auf die Lärmkartierung der Landesanstalt für Umwelt und Messungen (LUBW) zurückgreifen. Laut Renkonen haben bislang 20 Städte und Gemeinden im Kreis Ludwigsburg einen genehmigten Lärmaktionsplan vorgelegt. Freiberg gehört noch nicht dazu, dort ist das Planwerk noch in Arbeit.

 

Diskussionsgrundlage Wohnungsbau in Freiberg

Was und wie viel kann die Kommunalpolitik vor Ort für bezahlbaren Wohnraum leisten, was muss die große Politik, die Bundespolitik tun? Mehr hier...

Freiberg - Gärten Bienen- und Insektenfreundlich ausrichten

Im Moment überall in den Medien: Insektensterben, Bienensterben, Zerstörung der Artenvielfalt und Biodiversität. Die Gründe sind vielfältig und jeder kann was tun. Auch für private Gärten sind Bienen und Insekten gut.

Jedes Jahr werden mehrere hundert Tonnen Pestizide an private Verbraucher verkauft. Die Mittel sollen Blattläuse vernichten, Wildpflanzen kleinhalten und jegliches Grün auf dem Pflaster ausmerzen und oft werden die Gifte gegen vermeintlich störende Sechsbeiner oder Löwenzahn unsachgemäß oder unspezifisch ausgebracht. Als Kollateralschaden bleiben zahlreiche andere Insekten auf der Strecke. Natürlich kostet es mehr Mühe, das "Unkraut" mit der Hand zu jäten, oder Blattläuse mit Brennnesselsud zu bekämpfen. Dafür lockt der Garten mehr tierisches Leben an.

Ein weiterer Trend, der Insekten und vielen anderen Tieren in den Siedlungsräumen zunehmend zu schaffen macht, sind Gärten, in denen auf brauchbares Grün ganz verzichtet wird. Steine und Kies ersetzen Pflanzen und Garten. Exotische Ziergehölze bieten einheimischen Tieren weder Lebensraum noch Nahrung. Statt Kirschlorbeer ließe sich etwa Hainbuche pflanzen, für Bienen und andere Bestäuber die Kornelkirsche, der Glockenhasel oder bienenfreundliche Pflanzen. Fast jede Gärtnerei bietet heute bienenfreundliche Gewächse als Alternative an.

Wo früher mit dem Rechen die Blätter zusammengeharkt und in einer Ecke gelagert wurden, dröhnen heute Laubbläser und Laubsauger. Letzterer zerhäckselt das Falllaub gleich noch, bevor es in der Biotonne entsorgt wird. Insekten und Spinnen, die im Laub Schutz und Deckung suchen, sind die Leidtragenden. 

Zunehmend beliebt sind schließlich noch Fassadenbeleuchtungen – angestrahlt werden längst nicht mehr nur Kirchen oder Burgen, sondern ebenso Privathäuser. Eine Energieverschwendung, die nicht nur Astronomen wegen der Lichtverschmutzung und der Beeinträchtigung des Nachthimmels stört. Das Licht lockt zahlreiche Insekten an, die direkt in den Lampen verglühen oder diese so lange umkreisen, bis sie erschöpft sterbenmioone.de/bienenfreundliche-pflanzen.